Ärzte Zeitung, 15.07.2004

Neue Option - Migränetherapie mit dem Skalpell

BERLIN (dpa). Bei einem bestimmten Migräne-Typ ist vielleicht die Entfernung eines kleinen Stirnmuskels eine Option. Die in den USA seit zwei Jahren eingesetzte Methode wird nach eigenen Angaben an der Park-Klinik Weißensee in Berlin erstmals in Deutschland angewandt.

Die neue Methode ist geeignet, wenn ein Muskeldruck auf einen Trigminusast zwischen den Augenbrauen Migräne auslöst. Das kann mit einer Testinjektion von Botulinumtoxin in den Stirnmuskel geprüft werden. Wird in den folgenden sechs Wochen Migräne deutlich gelindert, kämen Betroffene für eine Operation in Frage.

"Die Erfolgsquote liegt bei 80 Prozent", sagt Privatdozent Thomas Muehlberger, Leiter der Plastischen Chirurgie. Allerdings sei die Methode kein Allheilmittel und kein Ersatz für medikamentöse Therapien.

Infos bei: www.park-klinik.com/pkw_index.htm

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