Tips zur Therapie beim engen Spinalkanal

MÜNCHEN (ner). Beim Syndrom des engen Spinalkanals können durch kombinierte physikalische und Arznei-Therapien Schmerzen reduziert werden. So können die meist älteren Patienten ihre Alltagsaktivitäten beibehalten.

Veröffentlicht:

Bei mehr als 90 Prozent der Patienten geht die Enge im Spinalkanal auf degenerative Veränderungen der Bandscheiben und Wirbelkörper sowie resultierende Mikroinstabilitäten mit Retro- oder Pseudogleiten der Wirbelkörper zurück, so Professor Gerold Stucki von der Klinik von der Uni München.

Die Patienten betreten oft breitbeinig und leicht nach vorne geneigt das Behandlungszimmer. Charakteristisch sei etwa das Fehlen von Rückenschmerzen beim längeren Sitzen, berichtet Stucki (Orthopäde 32, 2003, 865).

Er empfiehlt eine krankengymnastische Entlordosierung der Wirbelsäule sowie die Kräftigung der Bauchmuskulatur, um das Becken aufzurichten. Ein Bandscheibenvorfall könne zum Teil mit Wirbelsäulentraktionen rückverlagert werden. Hinzu kommen milde Wärme und detonisierende Massagen. Analgetika sollten nach dem dreistufigen WHO-Schema verordnet werden.

Infiltrationen an Nervenwurzeln, kleinen Wirbelgelenken oder in den Hiatus sacralis seien umstritten, aber lindern bisweilen zufriedenstellend die Symptome. Zur Steigerung der Fitneß spricht sich Stucki für Wassergymnastik, Rückenschwimmen oder Fahrradfahren aus.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Team- und Patientenschutz

Hygieneplan für die Praxis – was zählt!

Interview

Wie die hausärztliche Nachsorge onkologischer Patienten gelingen kann

KI verweigert Assistenz beim Suizid

Fallbeispiel: ChatGPT empfahl ärztliche Hilfe bei Psychose

Lesetipps
Männer spielen Beachvolleyball

© LuneVA/peopleimages.com / stock.adobe.com

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Illustration eines Kolonkarzinoms

© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Stiftung Lebensblicke

Darmkrebs bei jungen Menschen: Entwarnung für Deutschland