Ärzte Zeitung, 12.06.2008

Forscher klären, was Knorpel zusammenhält

FREIBURG (eb). Am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Uniklinikums Freiburg ist ein Gen identifiziert worden, welches sowohl für die Gelenksentwicklung als auch für die Beständigkeit von Knorpel wichtig ist.

Die von Professor Bernhard Zabel und Professor Andrea Superti-Furga koordinierte Studie wird in der der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "American Journal of Human Genetics" publiziert, teilt die Universität Freiburg mit.

Kinder, die in dem identifizierten Gen Mutationen haben, können bereits bei der Geburt Gelenksluxationen der Hüfte, der Knie und der Ellbogen haben (ein sogenanntes Larsen-Syndrom). Das Skelettwachstum ist reduziert, und bereits in der zweiten Dekade haben betroffene Jugendliche eine schwere degenerative Arthrose der Wirbelsäule, wie man sie sonst nur bei älteren Menschen vorfindet. Das identifizierte Gen heißt CHST3 und kodiert für ein Enzym, welches für die korrekte Sulfatierung vom Knorpelbestandteil Chondroitinsulfat zuständig ist.

Ein Zusammenhang zwischen Sulfatierung von Chondroitin und Arthrose ist schon lange postuliert worden. So wird Chondroitinsulfat auch als Arthrose-Medikament verkauft.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »