Ärzte Zeitung, 22.04.2014

Mortalität

Kurze Schockraum-Dauer bringt kaum Vorteile

WIESBADEN. Die Behandlungsdauer im Schockraum ist offenbar nicht entscheidend für die Mortalität schwerverletzter Patienten. Darauf deutet eine Untersuchung des Uniklinikums Regensburg, die beim DINK 2014 in Wiesbaden vorgestellt wurde (DINK 2014; Poster 8).

Danach gab zwar bei der Mortalität in drei verschiedenen Risikogruppen - abhängig von der Verletzungsschwere - Unterschiede, diese waren aber nicht signifikant.

In der Gruppe der Patienten mit den schwersten Verletzungen starben bei langer Schockraumdauer jedoch anteilsmäßig weniger Patienten als bei kurzer Behandlungsdauer. Die Regensburger Ärzte vermuten, dass eine lange Behandlung vor allem "Ausdruck einer notwendigen, erweiterten Therapie" ist. (nös)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Warum haben immer mehr junge Menschen Darmkrebs?

In Deutschland steigt die Darmkrebshäufigkeit bei unter 50-Jährigen. Vermutungen gibt es, woran's liegt. Forscher suchen nach Risikofaktoren, um vorzubeugen. mehr »

Familienchaos befeuert kindliches Asthma

Depressionen, Streit und Chaos innerhalb der Familie lassen die Symptome asthmakranker Kinder eskalieren und mindern die Chancen für eine bedarfsgerechte Versorgung. Eine Studie hat die Zusammenhänge genauer erforscht. mehr »

Nur Amyloid geben – Das ist wohl zu kurz gedacht

Jahrelang stand Beta-Amyloid im Fokus von neuen Alzheimer-Therapien – bislang ohne Erfolg. Offenbar wurden andere Faktoren unterschätzt, vermutet Professorin Agnes Flöel von der Universitätsmedizin Greifswald. mehr »