Ärzte Zeitung, 30.03.2010

Ultraschall breitet sich weiter aus in der Rheumatologie

WIESBADEN     (hub). Ultraschall macht Entzündungsprozesse und selbst kleine Erosionen sichtbar. So könne etwa der zielgerichtete Ultraschall am Metatarsophalangeal-Gelenk 5 bei der Einschätzung der Schwere und Prognose einer frühen Arthritis helfen, berichtete Privatdozentin Monika Backhaus. Der Zeitaufwand für beide Zehen habe bei nur etwa zehn Minuten gelegen, berichtete die Rheumatologin von der Charité Berlin.

Mit Hilfe des Powerdopplers (PD) könne zudem eine klinische Remission überprüft werden. Denn positive PD-Signale zeigten weiterbestehende Entzündungen in der Synovia an, so Backhaus. Sind PD-Signale vorhanden, ist das Rezidivrisiko der Patienten 4-fach erhöht. Auch bei Kindern mit juveniler idiopathischer Arthritis ist die PD-Sonografie sinnvoll. "Die Klinik unterschätzt die Entzündung", warnte Backhaus. So waren in einer Studie 60 Prozent der entzündeten Gelenke von JIA-Patienten nicht bei der klinischen Untersuchung identifiziert worden, sagte Backhaus. Das führe zu einer Fehleinschätzung des Krankheitsgeschehens.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Schutz durch ASS wird durch Risiko ausgeglichen

Nach den Ergebnissen einer Metaanalyse von 13 Studien hat ASS in der Kardio-Prävention zwar einen Nutzen – doch wird er durch das Blutungsrisiko praktisch egalisiert. mehr »

Reform von §219a sorgt weiterhin für Zwist

Im Bundestag soll heute in erster Lesung über die Reform des Paragrafen 219a zum Werbeverbot für Abtreibungen abgestimmt werden. Die FDP krätscht allerdings zwischen den mühsam gefundenen Kompromiss der Koalition. mehr »

Schützt Bildung vor Demenz?

Wer sein Gehirn zeitlebens fit hält und seine kognitiven Fähigkeiten trainiert, hat ein geringeres Demenzrisiko, so die verbreitete Annahme. US-Forscher wecken an der These der kognitiven Reserve nun Zweifel. mehr »