Ärzte Zeitung, 13.04.2004

Analyse eines Massenmörders

Gehirn von Dr. Harold Shipman wird im Labor untersucht

MANCHESTER (ast). Das Gehirn des britischen Massenmörders und Allgemeinarztes Dr. Harold Shipman soll auf Abnormitäten untersucht werden.

Wissenschaftler hoffen, durch die Analyse herauszufinden, ob es möglicherweise genetische oder andere Ursachen dafür gibt, daß ein Mensch zum Massenmörder wird. Shipman hatte mehr als 200 seiner Patienten ermordet (wir berichteten).

Das Gehirn des als "Dr. Death" bekannten Massenmörders wird nach einem Bericht der Zeitung "Sunday Times" derzeit in einem Forschungslabor in Nordengland aufbewahrt. Dr. Shipman hatte in seinem Testament verfügt, daß sein Körper zu Forschungszwecken benutzt werden darf.

Topics
Schlagworte
Panorama (30881)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »