Ärzte Zeitung, 09.03.2005

Mahnmal erinnert an KZ-Arzt Mengele

GÜNZBURG (dpa). In der schwäbischen Stadt Günzburg ist gestern ein Mahnmal für die Opfer des in Günzburg geborenen KZ-Arztes Josef Mengele enthüllt worden. Die Gedenktafel wurde von Schülern der beiden Gymnasien der Stadt gestaltet.

Erschrockene, tränende und entsetzte Augenpaare sind um den Text des Philosophen Jean Amery gruppiert: "Niemand kann aus der Geschichte seines Volkes austreten. Man soll und darf die Vergangenheit nicht ‚auf sich beruhen lassen', weil sie sonst auferstehen und zu neuer Gegenwart werden könnte."

Mengele, einer der grausamsten KZ-Ärzte, hatte von 1943 bis 1945 in Auschwitz medizinische Menschenversuche vorgenommen und dabei etliche Häftlinge getötet. Nach dem Krieg war er bis zu seinem Tod 1979 in Südamerika untergetaucht und nie vor ein Gericht gestellt worden.

Topics
Schlagworte
Panorama (32632)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »