Ärzte Zeitung, 04.09.2008

Sportler hoffen auf mehr Medaillen in Peking

Paralympics starten am Samstag / 4000 Athleten aus 149 Nationen treten an / Mehr Liveberichte im Fernsehen

PEKING (dpa). Kleineres Team, größere Ziele: Die 170 Aktiven des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS) wollen bei den 13. Paralympics von Samstag bis zum 17. September in Peking einen deutlichen Leistungsschub nachweisen.

"In Sydney haben wir im Medaillenspiegel den zehnten Platz belegt, in Athen uns auf Platz acht verbessert. An dieses Ergebnis wollen wir anknüpfen und noch einmal einen Sprung nach vorne machen", betonte Chef de Mission Karl Quade. Das deutsche Team muss sich mit der Konkurrenz von insgesamt 4000 gehandicapten Athleten aus 149 Nationen messen. In 20 Sportarten werden 472 Entscheidungen (Athen: 520) an 19 Wettkampfstätten ausgetragen.

Während 2000 in Sydney 350 Deutsche um die Medaillen kämpften, waren es in Athen vor vier Jahren nur noch 213 Aktive. Nun schrumpfte das Team, zu dem 110 Betreuer gehören, noch einmal. "Dabei wurden wieder viele junge Athleten nominiert, die eine Perspektive für die Paralympics 2012 in London und es jetzt schon verdient haben, in Peking an den Start zu gehen", sagte Quade.

Medial ist in Peking ein neues Zeitalter angebrochen: In Athen gab es rund zwölf Stunden Übertragungszeit, aus China senden ARD/ZDF rund 100 Stunden. Erstmals gibt es außer Eröffnungsfeier und Abschluss-Zeremonie Livebilder von 13 Sportarten nach internationalem Standard. "Ich freue mich sehr über diese Entwicklung, die zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sich unser Einsatz lohnt", sagte DBS-Präsident Karl Hermann Haack.

Zum letzten Mal wird Deutschlands bekannteste Behindertensportlerin, Marianne Buggenhagen, in Peking im Fokus stehen. Die 55 Jahre alte Rollstuhl-Sportlerin aus Berlin wird bei ihrer fünften Paralympics-Teilnahme im Kugelstoßen, sowie im Diskus- und Speerwerfen antreten.

Erstmals konnten sich für Peking 54 Sportler des deutschen "Top- Teams" unter Wettkampf-Bedingungen vorbereiten. Sponsoren ermöglichten, dass sie zu 50 Prozent von ihrer Arbeit freigestellt wurden.

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