Ärzte Zeitung, 06.04.2010

Fit in der EU: Skandinavier an der Spitze

In welchen Ländern der EU sind die Bürger besonders sportlich aktiv, wo ist das Interesse an Sport nur bescheiden entwickelt? Eine neue Studie liefert Erkenntnisse.

Von Thomas Friedrich

BRÜSSEL. Beim Thema Sport und Bewegung zeigt sich in Europa ein deutliches Nord-Südgefälle: Skandinavier treiben bis ins hohe Alter mindestens einmal in der Woche Sport. Im Geburtsland der olympischen Spiele hingegen, geben zwei Drittel der Griechen an (79 Prozent), ständig auf der faulen Haut zu liegen. Ebenso verabscheuen 55 Prozent der Portugiesen und Italiener unnötige Bewegung. Sie treiben nach eigenen Angaben "niemals" Sport. Während nahezu drei Viertel der Schweden und Finnen (72 Prozent) sowie zwei Drittel der Schweden (64 Prozent) regelmäßig mindestens einmal in der Woche sportlich aktiv sind, geben lediglich 40 Prozent der Deutschen an, regelmäßig Sport zu treiben.

Im Durchschnitt sind kaum ein Drittel (31 Prozent) der EU-Bürger - der Gesundheit wegen - regelmäßig sportlich aktiv. Dies geht aus der Eurobarometer-Erhebung "Sport und körperliche Bewegung" hervor. In 15 von 27 EU-Staaten treiben mehr als die Hälfte der Bevölkerung selten bis gar keinen Bewegungssport.

Weniger als einmal im Monat Bewegungsdrang verspüren 82 Prozent der Bulgaren, 79 Prozent Griechen, 71 Prozent Ungarn, 69 Prozent Rumänen, 67 Prozent Italiener und 66 Prozent der Polen.

Die in der EU für Sport zuständige Kommissarin Androulla Vassiliou will die EU-Bildungsminister dazu drängen, verpflichtende Sportstunden in allen Schulen festzuschreiben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Viele falsche Vorstellungen, was Krebs verursacht

Stress, Handystrahlen und Trinken aus Plastikflaschen lösen Krebs aus, denken viele fälschlicherweise. Die wahren Risikofaktoren kennt nur jeder Zweite, so eine Studie. mehr »

Höherer Zuschlag für Terminvermittlung

Das Bundeskabinett will sich heute mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz beschäftigen. Am Entwurf wurde vorab noch gebastelt – er enthält wichtige Änderungen. mehr »

Die übersehene Speiseröhren-Entzündung

Lange glaubte man, die eosinophile Ösophagitis komme nur selten vor. Inzwischen zeigt sich: Es gibt immer mehr Patienten mit dieser chronischen Entzündung der Speiseröhre. mehr »