Fit in der EU: Skandinavier an der Spitze

In welchen Ländern der EU sind die Bürger besonders sportlich aktiv, wo ist das Interesse an Sport nur bescheiden entwickelt? Eine neue Studie liefert Erkenntnisse.

Von Thomas Friedrich Veröffentlicht:

BRÜSSEL. Beim Thema Sport und Bewegung zeigt sich in Europa ein deutliches Nord-Südgefälle: Skandinavier treiben bis ins hohe Alter mindestens einmal in der Woche Sport. Im Geburtsland der olympischen Spiele hingegen, geben zwei Drittel der Griechen an (79 Prozent), ständig auf der faulen Haut zu liegen. Ebenso verabscheuen 55 Prozent der Portugiesen und Italiener unnötige Bewegung. Sie treiben nach eigenen Angaben "niemals" Sport. Während nahezu drei Viertel der Schweden und Finnen (72 Prozent) sowie zwei Drittel der Schweden (64 Prozent) regelmäßig mindestens einmal in der Woche sportlich aktiv sind, geben lediglich 40 Prozent der Deutschen an, regelmäßig Sport zu treiben.

Im Durchschnitt sind kaum ein Drittel (31 Prozent) der EU-Bürger - der Gesundheit wegen - regelmäßig sportlich aktiv. Dies geht aus der Eurobarometer-Erhebung "Sport und körperliche Bewegung" hervor. In 15 von 27 EU-Staaten treiben mehr als die Hälfte der Bevölkerung selten bis gar keinen Bewegungssport.

Weniger als einmal im Monat Bewegungsdrang verspüren 82 Prozent der Bulgaren, 79 Prozent Griechen, 71 Prozent Ungarn, 69 Prozent Rumänen, 67 Prozent Italiener und 66 Prozent der Polen.

Die in der EU für Sport zuständige Kommissarin Androulla Vassiliou will die EU-Bildungsminister dazu drängen, verpflichtende Sportstunden in allen Schulen festzuschreiben.

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nephrologe rät

RAS-Blocker bei Hyperkaliämie möglichst nicht sofort absetzen

Lesetipps