Ärzte Zeitung, 21.03.2011

Hohes Risiko für alte Japaner

Nach Katastrophen verdoppelt sich die Sterberate

WASHINGTON (dpa). Für die älteren Menschen in Japan waren Erdbeben und Tsunami wohl am schlimmsten. Das ergibt ein Vergleich mit früheren Katastrophen, den die Amerikanische Gesellschaft für Gerontologie vorstellt.

Beim Hurrican Katrina 2006 im Süden der USA seien drei Viertel der Gestorbenen ältere Menschen gewesen, berichtete Dr. James Appleby von der Gesellschaft. Nach dem Erdbeben im chinesischen Wenchuan 2008 habe sich die Sterberate von Älteren in einem Jahr verdoppelt.

Japans Bevölkerung habe zudem den höchsten Anteil an älteren Menschen aller Länder. Etwa 23 Prozent der Japaner seien über 65 Jahre alt. Appleby schlug spezielle Evakuierungspläne vor. Persönliche Hilfspäckchen sollten Kontaktdaten, kalorienreiche Nahrungsmittel und einen Medikamentenvorrat für eine Woche enthalten.

Topics
Schlagworte
Panorama (32413)
Japan (438)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fischkuss bringt Angler fast um

Ein Hobbyfischer zieht eine kleine Seezunge aus dem Wasser. Kurz darauf steht sein Herz still – aber nicht vor lauter Anglerglück, wie Ärzte bald herausfinden. mehr »

Erste Beschwerden gegen Facebook und Google

Unmittelbar nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat der Verein "Noyb" erste Anzeigen gegen Google und Facebook wegen "Zwangszustimmungen" auf den Weg gebracht. mehr »

CRISPR/Cas-Methode - Zwischen Zauberwerk und Hexenkunst?

Die CRISPR/Cas-Methode könnte hohen therapeutischen Nutzen stiften. Sie lässt aber auch Allmachtsfantasien blühen. Der Ethikrat sieht dies skeptisch und fordert mehr Regulierung. mehr »