Ärzte Zeitung, 21.03.2011

Hohes Risiko für alte Japaner

Nach Katastrophen verdoppelt sich die Sterberate

WASHINGTON (dpa). Für die älteren Menschen in Japan waren Erdbeben und Tsunami wohl am schlimmsten. Das ergibt ein Vergleich mit früheren Katastrophen, den die Amerikanische Gesellschaft für Gerontologie vorstellt.

Beim Hurrican Katrina 2006 im Süden der USA seien drei Viertel der Gestorbenen ältere Menschen gewesen, berichtete Dr. James Appleby von der Gesellschaft. Nach dem Erdbeben im chinesischen Wenchuan 2008 habe sich die Sterberate von Älteren in einem Jahr verdoppelt.

Japans Bevölkerung habe zudem den höchsten Anteil an älteren Menschen aller Länder. Etwa 23 Prozent der Japaner seien über 65 Jahre alt. Appleby schlug spezielle Evakuierungspläne vor. Persönliche Hilfspäckchen sollten Kontaktdaten, kalorienreiche Nahrungsmittel und einen Medikamentenvorrat für eine Woche enthalten.

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