Ärzte Zeitung online, 19.01.2012

Jackson-Familie zieht Forderung an Arzt zurück

Millionen Dollar wollte die Familie von Michael Jackson von dessen verurteiltem Arzt. Der sitzt aber im Gefängnis und wird so bald kein großes Geld mehr verdienen können.

LOS ANGELES (dpa). Die Familie von Popstar Michael Jackson verzichtet auf die Millionen-Forderung von dem inhaftieren früheren Leibarzt des Sängers.

Die Jackson-Familie habe einen früheren Antrag auf Entschädigung zurückgezogen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Los Angeles dem Promi-Portal "Tmz.com" am Mittwoch mit.

Eine für Montag angesetzte Anhörung zu den strittigen Finanzfragen sei abgesagt worden.

Nach der Verurteilung des Herzspezialisten Conrad Murray wegen fahrlässiger Tötung im November hatte die Staatsanwaltschaft den Richter aufgefordert, dem Arzt zusätzlich zu vier Jahren Haft eine saftige Geldstrafe aufzudrücken.

Entgangene Tour-Einnahmen

Den Kindern des toten Popstars seien mehr als 100 Millionen Dollar entgangen, machte die Anklage geltend. Die Nachlassverwalter seien der Ansicht, dass der Sänger mit der geplanten "This Is It"-Tour diese Summe verdient hätte.

Murrays Verteidiger ließ damals durchblicken, dass der Mediziner diese Summe nie aufbringen könnte. In Kalifornien hat er bereits seine Arztzulassung verloren.

Nach seiner Entlassung wird Murray möglicherweise nie wieder als Arzt arbeiten dürfen.

Der 58-jährige Mediziner war der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden worden, weil er Michael Jackson das Betäubungsmittel Propofol wie ein Schlafmittel verabreicht hatte. Der Popstar war im Juni 2009 mit 50 Jahren an Herzversagen gestorben.

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