Ärzte Zeitung online, 15.02.2012

Deutsche Ärzte übergeben Timoschenko-Diagnose

KIEW (dpa/bee). Nach fünfstündiger Untersuchung der inhaftierten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko haben deutsche Ärzte ihre Diagnose an die Behörden der Ex-Sowjetrepublik übergeben.

Deutsche Ärzte übergeben Timoschenko-Diagnose

Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko bestand auf einer Behandlung durch angereiste deutsche Ärzte.

© Igor Vorobyov / dpa

Der Umschlag sei versiegelt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Kiew mit.

Die beiden Spezialisten von der Berliner Charité - der Neurologe und Charité Vorstandsvorsitzende Professor Karl Max Einhäupl sowie der Orthopäde Professor Norbert Haas - seien danach abgereist.

Auch zwei einheimische Ärzte waren an der Untersuchung in der ostukrainischen Stadt Charkow rund 450 Kilometer östlich von Kiew beteiligt.

Misstrauen gegenüber einheimischen Ärzten

Die wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilte Timoschenko (51) klagt seit Monaten über starke Rückenschmerzen.

Nach Angaben ihres Anwalts Sergej Wlassenko kann sich die Oppositionsführerin nicht mehr aus eigener Kraft bewegen.

Der Untersuchung durch das internationale Team waren lange Verhandlungen vorausgegangen, weil Timoschenko den Ärzten des ukrainischen Gesundheitsministeriums misstraut und sie zunächst abgelehnt hatte.

Der Besuch der Berliner Mediziner war auf Vermittlung der Bundesregierung zustande gekommen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Für eine Welt ohne Typ-1-Diabetes

Ein hohes Risiko für Typ-1-Diabetes im Kindesalter erkennen und die Krankheit verhindern, ist das Ziel von Wissenschaftlern. Eine provokante PR-Aktion wirbt für ihre Arbeit. mehr »

Grippe-Impfsaison noch lange nicht vorbei!

Kein Land Europas erreicht die Influenza-Impfziele der WHO. Jetzt vor der Grippewelle appellieren Experten daher an Ärzte, noch möglichst viele Patienten zu schützen. mehr »

Wenn Insulin zum fetten Problem wird

Schon leicht erhöhte Insulinspiegel können offenbar Adipositas sehr stark fördern. Forscher haben sich den Zusammenhang angeschaut und empfehlen Intervallfasten – mit einer Einschränkung. mehr »