Ärzte Zeitung online, 24.07.2012

WADA: Anti-Doping-Abkommen mit Pharma-Industrie

LONDON/GENF (dpa). Die Welt Anti-Doping-Agentur (WADA) hat ein Abkommen mit der internationalen Pharma-Organisation (IFPMA) und dem Weltverband der biotechnischen Industrie (BIO) abgeschlossen.

Dies teilte die WADA am Montag mit. Ziel der Anti-Doping-Vereinbarung ist, der WADA neue Möglichkeiten zur Entdeckung von verbotenen Substanzen zu eröffnen.

In der Vereinbarung erklären sich die Verbände bereit, der WADA Informationen über pharmazeutische Medikamente und ihre mögliche Nutzung zu Doping-Zwecken zu geben, bevor neue Präparate auf den Markt kommen.

"Die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Biotechnologie und der Pharmaindustrie gibt uns die Möglichkeit, potenzielle Doping-Mittel besser zu identifizieren und dafür Analysemethoden zu entwickeln", erklärte WADA-Generaldirektor Davis Howman.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[25.07.2012, 17:28:56]
Dr. Horst Grünwoldt 
Anti-Doping-Kooperation
Hat die forschende Pharmaindustrie wirklich ein (geschäftliches) Interesse, der WADA angeblich (sportlich) leistungsfördernde, neue Medikamente oder Wirkstoffe auf kurzem Wege "preiszugeben"?
Ich bin davon nicht überzeugt!
Allerdings könnten die öffentlich geförderten "Doping"-Experten sich ja auch gleich mit den staatlichen Zulassungbehörden kurzschließen und die von der Pharmaindustrie vorzulegenden Wirksamkeits-Studien zum neuen Erkenntnisgewinn studieren.
Schließlich gibt es so viele Neu-Anmeldungen von pharmakologisch/toxikologisch erfolgreich geprüften Substanzen/ Medikamenten im Laufe eines Jahres ja auch nicht, wenn deren Entwicklung im Schnitt zehn Jahre dauert.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »