Ärzte Zeitung online, 29.07.2012

Neue Kleiderordnung

Oxford erlaubt Röcke für Männer

Weniger Stress im Examen: Die altehrwürdige Universität im britischen Oxford hat ihre Kleiderordnung gelockert. Künftig dürfen Männer auch in Röcken zur Prüfung erscheinen.

LONDON (dpa). Künftig dürfen Männer in Röcken und Frauen in Anzügen in den Prüfungen der Universität Oxford sitzen.

Die Uni hat die strikten akademischen Kleidervorschriften geändert, nachdem Befürchtungen laut geworden waren, sie könnten gegenüber transsexuellen Studenten unfair sein.

Das berichteten mehrere britische Medien am Sonntag. Dank der neuen Vorschriften müssen Studenten, die an Prüfungen oder formellen Anlässen teilnehmen, nun nicht mehr geschlechtsspezifische offizielle Kleidung tragen.

Die alte Kleiderordnung sah vor, dass Studenten einen dunklen Anzug und Socken, schwarze Schuhe, eine weiße Fliege und ein weißes Hemd unter den schwarzen Umhängen tragen mussten.

Für Studentinnen sah die Vorschrift einen dunklen Rock oder eine Hose, schwarze Strumpfhosen und Schuhe, eine weiße Bluse sowie eine schwarze Schleife um den Hals vor.

Die neuen Gesetze treten kommende Woche in Kraft. Jess Pumphrey von der Studentenvertretung der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen, sagte der Studentenzeitung "The Oxford", die Entscheidung bedeute für viele Studenten weniger Stress bei Examen.

"An Prüfungen werden sich transsexuelle Studenten nun nicht mehr verkleiden müssen, um zu vermeiden, dass sie dafür bestraft werden."

Topics
Schlagworte
Panorama (32635)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Neue Hoffnung auf wirksame Alzheimer-Therapie

Lässt sich der Krankheitsverlauf bei Alzheimer mittels Antikörper doch bremsen? Erstmals deutet sich ein solcher Erfolg in einer größeren Studie an. Das weckt Hoffnungen. mehr »

Was die Datenschutz-Folgenabschätzung ist

Praxen, Kliniken und MVZ, die in großem Stil Patientendaten verarbeiten, müssen laut DSGVO eine Datenschutz-Folgenabschätzung absolvieren. Medizinrechtler erläutern, wie das geht und was das überhaupt ist. mehr »

Tele-Hausarzt horcht aus der Ferne ab

Dr. Rafael Walocha betreut als Tele-Hausarzt Bewohner eines Pflegeheims per Video. Dabei kann er die Patienten sogar elektronisch auskultieren. Arzt und Patienten sind begeistert. mehr »