Ärzte Zeitung online, 18.02.2013

Tatverdächtiger verhaftet

Bombenalarm bei der KV Thüringen

Aufregung in Weimar: Die Polizei hat vermeintliche Bomben am Gebäude der KV Thüringen gesprengt und einen Verdächtigen festgenommen.

Bombenalarm bei der KV Thüringen

Ein Beamter des Kommandos für Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen kniet nach der Sprengung eines Rucksacks und einer Kiste neben einem Roboter.

© Marc Tirl/dpa

WEIMAR. Bombenalarm bei der KV Thüringen: Das Gebäude der KV in Weimar wurde am Montagvormittag nach einem vermeintlichen Bombenfund für mehrere Stunden evakuiert.

Ein Tatverdächtiger wurde kurz darauf in Erfurt festgenommen und von der Polizei verhört. Zur Identität machte sie bislang keine Angaben.

Laut Polizei gab der Mann die Tat zu, behauptete aber, es habe sich nur um eine Attrappe gehandelt. Angaben zu seinem Motiv machte er bislang nicht.

Vermeintlicher Täter ist kein Arzt

Bei der KV ist der Mann bekannt, erklärte Mitarbeiter Jörg Mertz der "Ärzte Zeitung". "Es ist kein Arzt. Wir kennen ihn."

Details könne er wegen der laufenden Ermittlungen noch nicht preisgeben. Es habe jedenfalls nichts mit dem neuen HVM zu tun oder mit der KV als Institution. Ob eine bestimmte Person bedroht werden sollte, könne er nicht sagen.

Mertz, der Geschäftsführer der Stiftung zur Verbesserung der ambulanten Versorgung ist, hatte die Evakuierung der rund 200 Personen geleitet.

Im Gebäude sind mehrere Institutionen untergebracht, darunter des Hartmannbund Thüringens.

Glück im Unglück: In Thüringen haben die Ferien begonnen, viele Mitarbeiter hatten deshalb Urlaub. KV-Chefin Annette Rommel war nicht in Weimar.

Freizeit für Mitarbeiter

Gegen halb neun am Vormittag habe ein Mann etwa 30 Meter vor dem Eingang einen Rucksack, eine Tasche und zwei Kartons ausgeladen, so Mertz. Ein Kollege habe darin eine große Batterie sowie mehrere Drähte entdeckt.

Daraufhin wurde die Polizei informiert. Gegen Mittag sprengte ein Sonderkommando die vermeintliche Bombe mit einer Wasserkanone. Gefunden wurden laut Polizei eine alte Kamera, Fotozubehör, leere Verpackungen und Glas.

"Es gab noch nie eine Bombendrohung bei der KV", so Mertz. Die Mitarbeiter haben für den Rest des Tages frei bekommen. (rbü)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »