Ärzte Zeitung online, 13.03.2014

Spanien

Mann bot Migranten 40.0000 Euro für Leber

Ein Patient mit chronischer Leberkrankheit und vier mutmaßliche Helfer wurden in Valencia festgenommen.

MADRID. Ein 61-Jähriger hat in Spanien mittellosen Immigranten 40 000 Euro für eine Transplantation von Teilen ihrer Leber geboten. Wie die spanische Polizei am Mittwoch in Madrid mitteilte, wurden der Mann und vier mutmaßliche Helfer in Valencia festgenommen.

Dies sei der erste Fall illegalen Organhandels, der in Spanien aufgedeckt worden sei, so die Polizei. Der Libanese mit einer chronischen Leberkrankheit sei nach Spanien gereist, um sich einer Transplantation zu unterziehen. Er habe insgesamt neun Zuwanderern 40.000 Euro geboten.

12.000 Euro habe er für medizinische Tests ausgegeben, um festzustellen, ob die Spender geeignet waren. Der Hinweis einer Organisation, die illegale Immigranten betreut, machte die Polizei auf den Fall aufmerksam.

Spanien gilt auf dem Gebiet von Transplantationen weltweit als eines der führenden Länder. "Kein Staat ist immun gegen illegalen Organhandel", sagte der Leiter der Transplantationsbehörde (ONT), Dr. Rafael Matesanz. Die Aufdeckung habe aber bewiesen, dass das spanische Kontrollsystem funktioniere. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schadet Marihuana dem Herz?

Haschischraucher sterben häufiger an Hypertonie-bedingten Todesursachen als Tabakraucher: Darauf deuten Resultate einer Studie - die allerdings auf wackligen Daten steht. mehr »

Schuss vor den Bug auch der alternativmedizinischen Ärzte

Die Heilpraktiker wehren sich. Sie fühlen sich bei der vom "Münsteraner Kreis" angestoßenen Debatte um die Reform oder gar Abschaffung ihres Geschäftsfeldes außen vor. mehr »

Wenn die Religion mit im Behandlungszimmer sitzt

Blogger Hekim Colpan erlebt immer wieder, dass ein Patient nicht optimal behandelt werden kann, weil die Religion dem im Weg steht. Die Patienten müssten den Ärzten helfen, zu verstehen. mehr »