Ärzte Zeitung online, 17.07.2015

Umweltschützer

Schädliche Chemikalien in Spielzeug

Spielsachen und Badeartikel für Kinder enthalten schädliche Chemikalien, berichtet der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland - und verweist auf eine von ihm durchgeführte Stichprobe. Die Hersteller bemängeln die Kriterien der BUND-Analyse.

BERLIN. In Spielsachen und Badeartikeln für Kinder hat der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) bei einer Stichprobe schädliche Chemikalien gefunden.

Nur eines von neun getesteten Produkten war laut BUND gänzlich frei von Weichmachern und anderen Schadstoffen.

"Gesetzgeber und Hersteller kontrollieren Kinderprodukte völlig unzureichend, bevor sie in den Handel kommen", sagte BUND-Chemikalienexpertin Ulrike Kallee der Deutschen Presse-Agentur. Auch Siegel gäben keine ausreichende Sicherheit, kritisierte er.

Getestet hat der BUND Produkte aus Materialien wie Plastik, Textil und Leder teils namhafter Hersteller.

Hersteller kontern

Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) bemängelte, dass der BUND eigene Kriterien abseits gesetzlicher Regelungen nutze.

Hersteller führten bei der Entwicklung und darüber hinaus in der Regel "umfangreiche Tests durch, um die Qualität und Sicherheit ihrer Produkte sicherzustellen". (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Muster-Weiterbildung in trockenen Tüchern

Der Vorstand der Bundesärztekammer hat einstimmig die Gesamt-Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) für Ärzte beschlossen und veröffentlicht. mehr »

Zehn Regeln für die Rheuma-Therapie

In der medikamentösen Behandlung von älteren Rheuma-Patienten gilt es für Ärzte, einiges zu beachten. Rheumatologen haben zehn Empfehlungen verfasst. mehr »

Es gibt deutlich mehr ausbildende Ärzte

Vor drei Jahren wurde die Förderung der ärztlichen Weiterbildung verbessert. Das zeigt offenbar Wirkung: In deutlich mehr Praxen werden nun Ärzte ausgebildet. mehr »