Ärzte Zeitung online, 09.03.2017

Kleinere Männer

Risiko für Kahlköpfigkeit erhöht?

BONN. Männer mit geringerer Körpergröße haben eventuell ein erhöhtes Risiko für Kahlköpfigkeit und verschiedene Krankheiten. So tragen sie möglicherweise eine höhere Gefahr in ihren Genen, Prostatakrebs zu entwickeln – so eine Studie, die in "Nature Communications" erschienen ist.

Forscher untersuchten dabei die Gene von 11.000 Männern mit frühzeitiger Kahlköpfigkeit und verglichen diese mit denen von 12.000 nicht-frühzeitig Kahlköpfigen. Dabei untersuchten sie einen Zusammenhang zwischen vorzeitigem Haarausfall und mehreren Erkrankungen. Neben diesem Analysegegenstand fanden die Wissenschaftler Anzeichen dafür, dass die Gene für eine kleinere Statur mit Krebs und Haarausfall zusammenhängen könnten. Dies berichtet Dr. Stefanie Heilmann-Heimbach auf Nachfrage. Der Zusammenhang mit Herzerkrankungen sei noch komplizierter.

Allerdings beschwichtigen die Mediziner: Sie könnten die Zusammenhänge noch nicht abschließend deuten. Deshalb seien weitere Untersuchungen nötig. Zudem sei das Risiko für Krebs ohnehin nur geringfügig erhöht. (ajo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »