FUNDSACHE

Die nackte Brust der Gerechtigkeit

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Drei Jahre waren sie hinter einem Vorhang versteckt, plötzlich sind sie wieder zu sehen: die Statuen "Majesty of Justice" (Majestät der Gerechtigkeit) und "Spirit of Justice" (Geist der Gerechtigkeit) in der "Great Hall" des US-Justizministeriums.

Das Problem mit diesen Art-Deco-Statuen von Paul Jennewein aus dem Jahr 1936 ist: Sie stellen halbnackte Menschen dar. Vor allem die weibliche "Spirit of Justice" soll Anstoß erregt haben, denn eine ihrer Brüste ist nackt.

Besonders unwohl habe sich der ehemalige Generalstaatsanwalt John Ashcroft, ein gläubiger Christ, gefühlt, meldet "BBC online". Denn Fotos zeigen Redner in der Great Hall meist direkt vor der nackten "Spirit of Justice". Deshalb soll er verfügt haben, einen Vorhang zu installieren, der die Statuen verdeckt. Kosten: 8000 Dollar (etwa 6615 Euro).

Unter dem neuen Generalstaatsanwalt ist der Vorhang nun still und heimlich verschwunden, die Statuen des Anstoßes sind wieder zu sehen. (ug)

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