Ärzte Zeitung, 25.01.2010

Fundsache

Handys - Störfaktor für die Forschung?

Ist den Resultaten wissenschaftlicher Erhebungen etwa zum Gesundheitsverhalten, die auf telefonischer Befragung basieren, heute noch zu trauen? US-Forscher um Dr. Stephen J. Blumberg melden jetzt Zweifel an. Grund für ihre Skepsis ist die wachsende Vorliebe für das Handy.

Nach aktuellen Daten nutzen mittlerweile 22,7 Prozent aller US-Haushalte ausschließlich das Mobiltelefon zum telefonieren. Diese Gruppe bleibt aber bei telefonischen Erhebungen, die in aller Regel über Festnetzanschluss erfolgen, außen vor. Das könnte verzerrenden Einfluss auf die Ergebnisse haben, befürchten die Experten.

Denn beide Telefonierer-Populationen unterscheiden sich in einigen Aspekten, die sich auf das Gesundheitsverhalten auswirken könnten. So ist exklusive Handy-Nutzung vor allem bei jüngeren Personen sowie in ärmeren Bevölkerungsschichten stärker verbreitet. (ob)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3204)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Grippe-Impfsaison noch lange nicht vorbei!

Kein Land Europas erreicht die Influenza-Impfziele der WHO. Jetzt vor der Grippewelle appellieren Experten daher an Ärzte, noch möglichst viele Patienten zu schützen. mehr »

Wenn Insulin zum fetten Problem wird

Schon leicht erhöhte Insulinspiegel können offenbar Adipositas sehr stark fördern. Forscher haben sich den Zusammenhang angeschaut und empfehlen Intervallfasten – mit einer Einschränkung. mehr »

Musiktherapie tut Krebskranken gut – zumindest kurzfristig

Ein Bericht für das IQWiG bescheinigt der Musiktherapie kurzfristigen Nutzen im Vergleich zur Routineversorgung bei Angst, Depression und Stress. Zur Bewertung von Langfrist-Effekten fehlen aber Daten. mehr »