Ärzte Zeitung, 05.07.2010
 

Fundsache

Ferndiagnose per Urlaubsfoto

Ein Urlaubsfoto hat einem zweijährigen Engländer vermutlich das Leben gerettet. Anhand des Bildes wurde in seinem Auge ein bösartiger Tumor entdeckt.

Ewan Boarder war gesund, als er mit seinen Eltern einen Urlaub auf der englischen Insel Isle of Wight verbrachte. Dort entstand ein Foto, dessen Blitz einen weißen Punkt im Auge hinterließ. Als seine Großmutter Beverly Warner das Foto sah, reagierte sie alarmiert. Sie erinnerte sich an einen Jungen, dessen Krebs aufgrund eines ähnlichen Fotos aufgespürt worden war.

Ewans Mutter Samantha Boarder ließ ihren Sohn von einem Arzt untersuchen, der ihn in ein örtliches Krankenhaus überwies. In einer Klinik in London schließlich entdeckte man in der Netzhaut des Jungen ein Retinoblastom. Ewans rechtes Auge musste daraufhin entfernt werden. Die gute Nachricht: Inzwischen gilt der nun Dreijährige als völlig geheilt. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3196)
Krankheiten
Krebs (5258)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »