Ärzte Zeitung, 15.04.2011

Fundsache

Wurmdünger für megascharfe Chilis

"Extrascharf" ist wohl noch zu milde, um eine neue Chili-Sorte aus Australien zu beschreiben: Die Schoten haben es derart in sich, dass bei der Verarbeitung Schutzkleidung getragen werden muss.

Das Geheimnis: Abwasser aus einer Wurmfarm als Düngemittel, berichtet Züchter Marcel de Wit in der Zeitschrift "Australian Geographic". "Sie sind einfach gnadenlos scharf", sagte de Wit, der mit seinem Familienbetrieb "The Chili Factory" in Morriset rund 90 Kilometer nördlich von Sydney scharfe Soßen herstellt.

Er nennt seine Kreation "Trinidad Scorpion Butch Taylor". "Als wir unsere ersten Soßen machten, mussten wir einen chemischen Schutzanzug tragen und Handschuhe. Wenn man beim Schneiden keine Handschuhe anzieht, glühen die Hände anschließend zwei Stunden lang."

In dem Abwasser aus der Wurmfarm seien unter anderem Wachstumshormone, sowie besondere Bakterien und Chitin, ein Wirkstoff aus den Panzern von Insekten, der unter anderem als Verdickungsmittel für Kosmetika und Pharmaka verwendet wird.

Nach seinen Angaben kommt seine Chili beim Scoville-Schärfetest auf 1,4 Millionen Einheiten. Die schärfste Tabasco-Soße komme nur auf 30.000 Einheiten. De Wit hat nach eigenen Angaben schon einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde beantragt.

Er will seine Chili als die schärfste der Welt anerkannt haben. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3198)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schützt Blutdrucksenkung auch vor Demenz?

Bei medikamentöser antihypertensiver Therapie war in einer US-Studie das Demenzrisiko deutlich reduziert. Das könnte eine Hoffnung für Demenz-Patienten sein. mehr »

Hausärzte zur Kooperation mit Pflegeheimen verpflichtet

Union und SPD bringen ihr zweites Gesetzespaket in der Gesundheitspolitik auf den Weg. Es geht um ein Milliarden Euro schweres Pflege-Programm. mehr »

"Keine Angst, man schläft nicht in der Praxis!"

Zwei Mediziner mit eigener Praxis berichten Jungärzten offen von Licht und Schatten der Niederlassung. mehr »