Ärzte Zeitung, 03.04.2012

Fundsache

Babybilder lassen Budgets boomen

Die Finanzkrise treibt im britischen Gesundheitswesen seltene Blüten. Weil den staatlichen Kliniken Geld fehlt, bieten dutzende Krankenhäuser werdenden Müttern inzwischen Ultraschall-Bilder ihrer ungeborenen Babys an.

Eine Frauenklinik in Birmingham verdiente im vergangenen Jahr umgerechnet mehr als 70.000 Euro mit diesen Bildern. Im Medway Maritime Hospital in Kent waren es mehr als 200.000 Euro.

Seitdem die Klinik ein Rabattsystem eingeführt hat - ein Bild kostet zehn Euro, vier Bilder gibt's für 27 Euro - brummt das Geschäft. "Viele Patienten bestellen mehr als ein Bild, damit auch Oma und Opa und andere Verwandte ein Foto des Ungeborenen bekommen können", verriet eine Kliniksprecherin.

Laut britischem Ärztebund werden solche Nebeneinnahmen immer wichtiger, da das Gesundheitsministerium als Folge der Krise weiter die Budgets kürze. (ast)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3204)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »