Ärzte Zeitung, 04.03.2005

Ballaststoffe senken erhöhte Blutdruckwerte

Meta-Analyse von 25 Studien

NEW ORLEANS (wsa/eb). Wer seine tägliche Nahrung durch eine erhöhte Menge an Ballaststoffen ergänzt, kann damit den Blutdruck senken. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt bei Menschen mit erhöhtem Blutdruck. Mit der maximalen Wirkung ist etwa acht Wochen nach der Ernährungsumstellung zu rechnen.

Das hat jetzt die Auswertung der Daten von 25 randomisierten und kontrollierten Einzelstudien ergeben, über die die Wissenschaftler um Dr. Seamus P. Whelton von der Tulane University in New Orleans im US-Staat Louisiana in der März-Ausgabe des "Journal of Hypertension" (23(3), 2005, 475) berichten.

In allen Studien war der zusätzliche Verzehr von Ballaststoffen die einzige Intervention, durch die sich Interventions- und Kontrollgruppe voneinander unterschieden.

Insgesamt analysierten die Forscher in der Metastudie die Daten von etwa 1500 Studienteilnehmern, die täglich zwischen sieben und 19 Gramm an Ballaststoffen zu sich nahmen. Das führte bei Patienten mit Bluthochdruck zu einer Verringerung der systolischen und diastolischen Blutdruckwerte um durchschnittlich sechs und vier mmHg.

Auch für die Gesamtgruppe der Studienteilnehmer sei der Effekt auf den diastolischen Blutdruck signifikant (minus 1,7 mmHg) gewesen, so die Forscher, nicht aber der Effekt auf den systolischen Blutdruck (minus 1,2 mmHg).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »