Ärzte Zeitung, 06.07.2007

Zur Sommer-Akademie ...Vitamine und Milch: da bleiben die Augen fit

Über vier Millionen Deutsche haben trockene Makuladegeneration / Tipps zur Prävention durch gesunde Kost

MADISON (ars). "Trinken Sie täglich Milch und essen Sie einmal die Woche Fisch - das sichert die Vitamin-D-Versorgung!" Dieser ärztliche Rat dürfte Patienten nicht neu sein. Neu hingegen ist, dass jene, die ihn beherzigen, auch ein erniedrigtes Risiko für Makuladegeneration haben.

Für Patienten mit trockener altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) - eines der Themen in der heutigen Sommer-Akademie - gibt es bisher keine medikamentöse Therapie. Das ist ein großes Manko, da immerhin 85 Prozent der 4,5 Millionen Patienten mit AMD in Deutschland an der trockenen Form leiden. Als gesichert gelten lediglich Daten, wonach Spurenelemente sowie die Vitamine C und E den Visusverlust hinauszögern.

Nun gibt es Hinweise, dass auch Vitamin D in die Ernährungsberatung gehört. Denn Forscher aus Madison haben in einer Studie mit knapp 8000 Teilnehmern festgestellt: Je höher die Vitamin-D-Spiegel im Serum waren, je mehr Milch sie tranken und je häufiger sie Fisch aßen, um so geringer war die AMD-Rate (Arch Ophthalmol 125, 2007, 661). Sie lag etwa bei jenen, die täglich ein Glas Milch tranken, um ein Viertel niedriger als bei jenen, die das weniger als einmal wöchentlich taten.

Für Fisch ergab sich sogar ein Unterschied von 60 Prozent zwischen den Gruppen mit dem seltensten und dem häufigsten Verzehr. Die Autoren schreiben das den entzündungshemmenden Eigenschaften des Vitamin D zu.

Lesen Sie mehr in der Sommer-Akademie

Topics
Schlagworte
Ernährung (3569)
Organisationen
AMD (190)
Krankheiten
Augenkrankheiten (340)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »