Ärzte Zeitung, 20.04.2004

Preisgekrönte Sildenafil-Studie

WIESBADEN (eb). Patienten mit Lungenhochdruck könnten künftig von einer Therapie mit Sildenafil profitieren. Eine Arbeitsgruppe der Universität Gießen, die zu diesem Wirkstoff in dieser Indikation Studien gemacht hat, hat jetzt beim Internistenkongreß mit dem Paul-Martini-Preis erhalten.

Dr. Hossein Ardeschir Ghofrani von der Uni Gießen erhielt den mit 25 000 Euro dotierten Preis, der jedes Jahr von der Paul-Martini-Stiftung für herausragende Leistungen in der klinisch-therapeutischen Arzneimittelforschung verliehen wird. Wie die Stiftung mitteilt, werde Ghofranis Therapieansatz mittlerweile auch in einer großen, vom Hersteller initiierten Studie mit dem Ziel einer baldigen Zulassung geprüft.

Ghofrani hat belegt, daß Sildenafil nicht nur den Lungenhochdruck senkt, sondern auch die Sauerstoffaufnahme verbessert, was bisherige Behandlung nicht immer ermöglichten. Hintergrund des neuen Therapieansatzes sei die Tatsache, daß sich wie im Penis auch in der Lunge das Enzym Phosphodiesterase 5 findet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »