Ärzte Zeitung, 04.07.2012

Fundsache

Ein gutes Buch verkürzt den Knast

Lesen befreit! Brasilianische Häftlinge können ihre Zeit hinter Gittern verkürzen, indem sie ihre Nase in Bücher stecken - für jedes gelesene Buch werden vier Tage Haft gestrichen.

An dem speziellen Programm sind vier Bundesgefängnisse des Landes beteiligt. Wie die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" berichtet, wollen die Initiatoren zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: die Gefangenen auf ihre Zeit in Freiheit vorbereiten und zugleich die überbelegten Gefängnisse entlasten.

Wer für das Programm "Tilgung durch Lesen" in Frage kommt, entscheidet eine Kommission. Maximal 48 Tage pro Jahr kann ein Gefangener seine Haftzeit verkürzen.

Dazu müsste er zwölf Werke aus Literatur, Philosophie und Wissenschaft lesen, eines pro Monat. Im Anschluss muss er ein Essay schreiben, der Auskunft über Textverständnis gibt und gänzlich frei von Korrekturen ist. (Smi)

Topics
Schlagworte
Gesellschaft (6853)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Doping nicht nur im Spitzensport

Bei Doping denken viele an gefallene Stars. Aber der Sport ist ein Abbild der Gesellschaft. Auch viele Breitensportler greifen zu unerlaubten Mitteln. mehr »

Warten auf den Arzt

Wie lange die Wartezeit in einer Arztpraxis beträgt, hängt nicht nur mit dem Fachgebiet des Arztes zusammen, sondern auch mit der Versicherung und dem Standort, so eine Patientenbefragung. Wer wartet wo wie lange? mehr »

Vorstufe für Bundespflegekammer

Die Pflegekräfte wollen mehr Einfluss – nun haben sie die Vorstufe für eine Bundespflegekammer gegründet. Sie wollen damit ihre Position gegenüber Ärzten stärken. mehr »