Ärzte Zeitung, 02.12.2005

Ebola-Virus durch fliegende Hunde verbreitet?

LONDON (eb). Die für Menschen und Menschenaffen tödliche Tropenkrankheit Ebola kann offenbar von Fledermäusen verbreitet werden.

Bei drei Arten von Früchte fressenden fliegenden Hunden in Gabun und Kongo seien während einer Ebola-Epidemie die Viren festgestellt worden, die Tiere seien jedoch nicht krank gewesen, berichten Eric M. Leroy vom Internationalen Zentrum für Medizinische Forschung in Franceville in Gabun und seine Kollegen in der Zeitschrift "Nature" von gestern. Die Tiere könnten ein natürlicher Wirt für das Virus sein.

Menschen werden nach bisheriger Lehrmeinung nur durch direkten Kontakt mit infizierten Affen angesteckt. Nun könne aber eine Infektion über den Verzehr von Fledermäusen nicht ausgeschlossen werden, so Leroy. Die Affen stecken sich vor allem in der Trockenzeit an. In dieser Zeit kommen sie auf der Suche nach Früchten erheblich öfter als sonst mit fliegenden Hunden in Kontakt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Glücklich und zufrieden mit dem Job

Ärzte arbeiten gerne in ihrem Beruf und würden ihn wieder ergreifen. Der Ärztemonitor zeigt auch: So viele Ärzte wie nie zuvor sind zufrieden mit der wirtschaftlichen Situation. mehr »

So alt sind die Ärzte in Deutschland

Fast jeder dritte niedergelassene Arzt in Deutschland ist jenseits der 60. Wir zeigen in Grafiken, wie alt die Ärzte in den einzelnen Fachbereichen sind. mehr »

Wer wird Galenus-Preisträger 2018?

Heute Abend ist es soweit: Im Rahmen einer feierlichen Gala werden wieder innovative Arzneimittel und hervorragende Grundlagenforscher mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis ausgezeichnet. 13 Innovationen sind im Rennen. mehr »