Ärzte Zeitung online, 28.12.2018

Umfrage zeigt

Nur wenige wollen sich 2019 im Fitnessstudio anmelden

„Mehr Sport treiben“ zählt zu den Klassikern bei den guten Vorsätzen. Doch eine Befragung zeigt nun: Viele Deutsche wollen den Fitnessstudios auch 2019 fern bleiben.

Nur wenige wollen sich 2019 im Fitnessstudio anmelden

10,6 Millionen Mitglieder zählten nach DSSV-Angaben die Fitnessstudios in Deutschland im Jahr 2017.

© Kzenon / stock.adobe.com

KÖLN. Die Fitnessbranche muss weiter um neue Mitglieder kämpfen. Viele Deutsche wollen nach einer aktuellen Umfrage auch im kommenden Jahr einen Bogen um die Fitnessstudios machen.

Bei einer repräsentativen Online-Erhebung des Instituts YouGov gaben gut drei Viertel (78 Prozent) der mehr als 2000 Befragten an, sich 2018 in keinem Fitnessstudio als neues Mitglied angemeldet zu haben. Und nur zwei Prozent innerhalb dieser Gruppe haben vor, das im Jahr 2019 zu ändern. 14 Prozent antworteten mit „vielleicht“.

Neun Prozent aller Befragten meldeten sich Anfang 2018 neu in einem Fitnessstudio an, acht Prozent hatten bereits davor einen Vertrag, wie die Umfrage ergab. Von denen mit Neuvertrag wollen 60 Prozent die Angebote im Fitnessstudio auch 2019 regelmäßig nutzen.

2017 trainierten nach Angaben des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) gut 10,6 Millionen Mitglieder in den knapp 9000 Fitnessstudios, 2016 waren es 10,08 Millionen Menschen. Der Umsatz der Branche belief sich auf 5,2 Milliarden Euro.

14 Prozent wollen weniger rauchen

Bei den Vorsätzen für 2019 spielen gesundheitliche Aspekte eine Rolle. So wollen 14 Prozent der Befragten weniger rauchen. Und elf Prozent häufiger die Finger vom Alkohol lassen. Genauso viele planen, höherwertige Lebensmittel einzukaufen. (dpa/ths)

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Dr. Erich Blöchinger 
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Leider empfehlen auch Ärzte Fitnessstudios. Nachdem Motto, Hauptsache mehr bewegen. Durch immer mehr Studien wird bestätigt, dass es dort häufig Krankmacherübungen gibt. Astanas aus demYoga und andere Übungen Schäden Gelenke und der Wirbelsäule. Körperkult und der Wille in möglichst kurzer Zeit möglichst größte Effekte erreichen zu wollen führt zu viel zu hohen Belastungen. In Aerobic, Spinning etc. Werden höchste Laktakonzentrationen erreicht. Übersäuerung gerade in so hohen Niveaus schädigen nicht nur das Immunsystem, sondern den ganzen Körper. Da gezielte Bewegung, gerade bei den Zivilisationskrankheiten hilft, ist diese wie ein Medikament einzusetzen. Möglichst individuell und auf den aktuellen Leistungsstand angepasst. Das heißt eine individuelle Anamnese und ein Leistungstest sollte immer erhoben werden. Relativ sicher ist man in therapeutisch geführten Einrichtungen. Die Kassen bezuschussen Präventionskurse in Gruppen und auch an Geräten, es gibt Rezepte für Krankengymnastik an Geräten und kostenlosen Rehasport. Am besten man lässt sich in solchen Einrichtungen, von den Krankenkassen oder von einem Sportmedizinisch kompetenten Arzt beraten.  zum Beitrag »

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