Ärzte Zeitung, 07.02.2005

Skihelme schützen den Kopf, doch nicht den Nacken

EDMONTON (ug). Ein Helm reduziert für Ski- und Snowboard-Fahrer das Risiko einer Kopfverletzung um 29 Prozent. Ob er auch Verletzungen am Nacken verhindern kann, ist unklar. Die Ergebnisse einer großen Studie aus Kanada deuten sogar eher daraufhin, daß das Risiko für Nackenverletzungen größer wird, so Professor Brent E. Hagel von der University of Alberta in Edmonton (BMJ 330, 2005, 281).

Die Daten von 1082 an Kopf oder Nacken verletzten Ski- oder Snowboard-Fahrern hat das Team mit denen von 3295 nicht verletzten Wintersportlern verglichen. Bei den Kopfverletzungen handelte es sich meist (69,7 Prozent) um Gehirnerschütterungen, bei den Nackenverletzungen um Verstauchungen (44 Prozent) und Wirbelbrüche (16 Prozent).

Helme konnten das Risiko von Kopfverletzungen deutlich mindern. Wichtig ist aber, daß es richtige Ski und nicht etwa Fahrradhelme sind.

Topics
Schlagworte
Sportmedizin (1827)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »