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Proteine der Tour-de-France-Fahrer im Fokus

JENA (ddp.vwd). Die durchtrainierten Waden der Tour-de-France-Fahrer haben es Wissenschaftlern aus Jena und Freiburg angetan. Sie wollen hinter das Leistungs-Geheimnis der Spitzensportler kommen und haben dazu ein gemeinsames Forschungsprojekt gestartet.

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Ziel sei es, die Stoffwechselprozesse der Körperzellen von Hochleistungssportlern zu ergründen und jene Gene zu identifizieren, die für die Funktion des Organismus unter sportlicher Extrembelastung von besonderer Bedeutung sind, sagte Projektleiter Professor Harald Funke von der Universität in Jena. Dafür sei gemeinsam mit Medizinern des Instituts für Sportmedizin der Universität Freiburg, das die Teamärzte des T-Mobile Teams stellt, ein Programm entwickelt worden.

Die Jenaer Forscher untersuchten weiße Blutzellen der deutschen Tour-de-France-Fahrer vom T-Mobile-Team und vom Team Gerolsteiner. Für die aufwendigen Laboruntersuchungen wurde ein Kleintransporter zum Labor umgebaut. Mit ihm fuhren die Wissenschaftler unmittelbar vor Beginn der diesjährigen Tour nach Fromentine und nach deren Ende nach St. Etienne, um bei Fahrern beider Teams Bluttests zu machen.

"Die genetische Veranlagung, die Trainingsintensität, aber auch die Ernährung nehmen Einfluß darauf, welche Zellen des Körpers welche Proteine in welchen Mengen produzieren", sagte Funke.

Dazu schauen die Forscher auf die Gene, die die Bauanleitung für die wichtigen Proteine enthalten. Die Untersuchung der Radprofis soll nun Aufschluß darüber geben, welche Gene unter Extrembedingungen besonders aktiv sind, welche Proteine der Körper vermehrt benötigt, um große Anstrengungen wie die der Tour de France bewältigen zu können.

Die letzten Bluttests mit den Radlern sollen während der trainingsfreien Zeit im Winter stattfinden, um Vergleichswerte aus Ruhephasen zu erhalten. Langfristig hoffen die Wissenschaftler darauf, daß ihre Ergebnisse zur Verbesserung der individuellen Trainingsplanung beitragen können.

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