Ärzte Zeitung, 11.07.2006

Doping-Protokolle: Pevenage dankt für "Lieferung"

LORIENT (dpa). Jan Ullrich und sein Betreuer Rudy Pevenage rutschen weiter in den Sumpf der spanischen Doping-Affäre. Der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" zitieren in ihren gestrigen Ausgaben aus den Ermittlungsakten der Guardia Civil weitere belastende Details.

In einem abgehörten, Pevenage zugeschriebenen Telefonat mit dem Arzt Eufemiano Fuentes, der den Handel mit manipuliertem Blut geleitet haben soll, bedankt sich der Belgier für die "Lieferung". Die Handynummer Pevenages, der Ullrich seit 1995 als väterlicher Freund begleitet, ist bei mehreren, mitgeschnittenen Telefonaten registriert.

Die von Fuentes benutzten Codes "Jan", "Rudis Sohn" und "Dritte Person" werden Ullrich zugeschrieben. T-Mobile-Manager Olaf Ludwig hat den Vertrag mit Pevenage vorzeitig beendet: "Er hat die Kündigung."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Eine Milliarde Euro mehr für Ärzte? KBV ist "enttäuscht"

Die Vertragsärzte in Deutschland bekommen im nächsten Jahr knapp eine Milliarde Euro mehr an Honorar. Das ist das Ergebnis der Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband. mehr »