Ärzte Zeitung, 19.05.2008

Neuer Vertrag regelt Transport im Intensivwagen

HANNOVER (cben). Die Verlegung von Intensivpatienten in Intensivtransportwagen (ITW) wird in Niedersachsen per Vertrag neu geregelt.

Dies sieht ein Vertrag zwischen den Krankenkassen in Niedersachsen, der Landeshauptstadt Hannover und dem Landesverband Nordwest der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung vor. Die Transporte übernehmen ITWs der Johanniter Unfallhilfe (JUH) und der Berufsfeuerwehr Hannover. Die Transporte werden künftig zentral durch die Regionsleitstelle Hannover koordiniert.

44 niedersächsische Landkreise und kreisfreie Städte haben sich mit der Zentralisierung einverstanden erklärt. Dadurch entfällt der Aufbau eigener Kapazitäten. "Das ist nicht nur wirtschaftlicher für alle Beteiligten, sondern ermöglicht es auch, das jeweils beste Transportmittel für die betroffenen Patienten zur Verfügung zu stellen," sagten die Sprecher der Krankenkassen.

Je nach Notwendigkeit und medizinischer Indikation wird künftig zentral durch eigens ausgebildete Disponenten - in Abstimmung mit den Ärzten - entschieden, ob ein Intensivtransportwagen oder ein Hubschrauber für die Verlegung eines Patienten eingesetzt wird. Die Patienten profitieren von der intensivmedizinischen Ausstattung an Bord der ITWs und den speziell ausgebildeten Ärzte und Rettungsassistenten, hieß es. Durch die Neuorganisation erhoffen sich die Beteiligten auch eine Entlastung der örtlichen Rettungsdienste.

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