Ärzte Zeitung, 21.11.2008

Ärzte-Erpresser ist von der Polizei gefasst worden

KAISERSLAUTERN (mm). Ein Erpresser, der niedergelassene Ärzte in den Regionen Rhein-Neckar, Pfalz und Südhessen wegen angeblicher Rezeptbetrügereien unter Druck setzen wollte, ist von der Polizei gefasst worden.

Der 38-Jährige hat nach Angaben der Kriminalpolizei Kaiserslautern zugegeben, von etwa 80 Medizinern in Briefen Geld gefordert zu haben. Der aus Nigeria stammende Mann drohte mit der Aufdeckung angeblicher Rezeptbetrügereien - offenbar ohne Erfolg. Es sei kein Geld geflossen, teilte die Polizei mit.

Einige Ärzte wandten sich an die Polizei. Mit Unterstützung der Ermittler gingen die Ärzte zum Schein auf die Erpressung ein und bekamen von dem Betrüger eine E-Mail-Adresse als Kontakt mitgeteilt. Mit dieser verriet sich der Erpresser. Er konnte in einem Internet-Café in Frankfurt/Main gefasst werden. Ärzte, die Schreiben erhalten haben, bittet die Polizei, sich an die nächste Dienststelle zu wenden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »