Ärzte Zeitung, 01.12.2008

Koalition will Wachstum für Kliniken deckeln

BERLIN (HL). Auf Druck der Krankenkassen plant die Koalition, den Anstieg der Ausgaben für die Krankenhausversorgung im Jahr 2009 strikt auf 3,5 Milliarden Euro zu begrenzen (wir berichteten). Die dazu notwendigen Beschlüsse sollen bis Mittwoch fallen.

In den 3,5 Milliarden Euro sind jene 900 Millionen Euro enthalten, die die Krankenhäuser nach gegenwärtig geltender Rechtslage aufgrund des Grundlohnzuwachses ohnehin erhalten würden.

Höhere Ausgaben entstehen dadurch, dass das Entgeltsystem von bislang klinikindividuellen auf landeseinheitliche Basisfallwerte umgestellt wird. Modifiziert werden soll die Zusage, dass sich die Krankenkassen zu 50 Prozent an den Kosten der Tariflohnsteigerungen beteiligen sollen. Diese Quote könnte am Ende deutlich niedriger liegen. Die Organisationen der Klinikträger, der Ärzte und der Mitarbeiter in der Pflege hatten einen Zuwachs von über sechs Milliarden Euro gefordert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »