Ärzte Zeitung, 03.12.2009

GBA-Chef Hess verteidigt Früherkennung

BERLIN (ble). Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen, Dr. Rainer Hess, hat die Krebs-Früherkennungsuntersuchungen für gesetzlich Krankenversicherte gegen Kritik verteidigt. Der Bürger habe einen gesetzlichen Anspruch auf diese Untersuchungen, sagte er auf der IKK-Veranstaltung "Plattform Gesundheit" am Dienstag in Berlin. Allerdings räumte Hess eine besondere Begründungs- und Evaluationspflicht über den Nutzen und Schaden der Untersuchungen ein.

Nach den Worten von Dr. Christa Maar, der Vorsitzenden der Felix Burda Stiftung, hat die 2003 eingeführte Früherkennungsuntersuchung gegen Darmkrebs bislang etwa 80 000 Menschen vor einem Krebs bewahrt. Demgegenüber stünden im zeitlichen Zusammenhang mit den Untersuchungen von über drei Millionen Bürgern vier Todesfälle.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Welche Rolle sollen pränatale Bluttests künftig spielen?

Der GBA ist aktuell dabei, über die Kassenerstattung von pränatalen Bluttests zu entscheiden. Bundestagsabgeordnete fordern hierzu auch eine begleitende ethische Debatte. mehr »

Versäumte HPV-Impfungen bis zum Alter von 20 nachholen!

Werden Frauen erst jenseits des 20. Lebensjahres geimpft, ist der HPV-Schutz fraglich, berichten Forscher. Sie plädieren deshalb für einen möglichst frühen Beginn der Impfserie. mehr »

Krebsangst darf Blutdrucktherapie nicht gefährden

Die Angst vor Krebs ist hoch und mancher Patient könnte den falschen Schluss ziehen, nun lieber ganz auf Valsartan zu verzichten, warnt nun auch die Deutsche Hochdruckliga. mehr »