Ärzte Zeitung, 02.03.2011

Kommentar

Geld und Know how gegen den Mangel

Von Marion Lisson

Baden-Württemberg nimmt den drohenden Ärztemangel auf dem Land ernst. KV und Landesregierung - beide warten derzeit mit Konzepten auf. Know-how bieten die einen, Geld die anderen. Die Zeit drängt.

Enorme Arbeitsbelastungen und wenig attraktive Verdienstmöglichkeiten schrecken den ärztlichen Nachwuchs ab, sich fern der Städte niederzulassen - besonders an Hausärzten fehlt es. Umso erfreulicher ist es, dass die Pläne der Landesregierung noch 2011 umgesetzt werden. Gleiches erhofft man sich von der KV.

Beide Initiativen sind vielversprechend. So hat die KV angekündigt, Ärztezentren auf dem Land zu initiieren - diese sollen an Haus- und Fachärzte übergeben werden. Niederlassung leicht gemacht - das könnte ein Weg sein! Geld für weitere Ideen will die KV bei Land, Kassen und Gemeinden einwerben.

Und tatsächlich: Wenige Wochen vor der Wahl hat die Landesregierung ein Angebot vorgelegt: Bis zu 200.000 Euro stellt sie Ärzten in Aussicht, die sich für eine Dorfpraxis entscheiden. Investitions- oder Betriebskosten können so leichter gestemmt werden. Greifen die Konzepte von KV und Land ineinander, haben sie gute Chancen, etwas zu bewegen und den Nachwuchs aufs Land zu locken.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Ärzte im Südwesten können Zuschuss bis zu 200.000 Euro erhalten

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