Ärzte Zeitung, 20.04.2011

Aktionsplan für arme Kinder in Mannheim

MANNHEIM (mm). Die Stadt Mannheim startet derzeit mit einem Aktionsplan Gesundheit, der sich vorrangig an Kinder aus sozial schwächeren Verhältnissen richtet.

Bei einer Gesundheitsstudie, die von Oktober 2008 bis April 2009 lief, und an der sich 800 Schüler der fünften und sechsten Schulklasse an Mannheimer Haupt- und Förderschulen beteiligt haben, hatten sich erhebliche Gesundheitsdefizite offenbart.

Dr. Holle Engler-Thümmel, Leiterin des Fachbereiches Gesundheit, schilderte, dass zum Beispiel Mädchen ab zwölf Jahren deutlich weniger aktiv seien als Mädchen im Bundesdurchschnitt. Dies gelte vor allem für Jugendliche polnischer und türkischer Herkunft.

Bei dem Aktionsplan der Stadt Mannheim sind nun ein Bewegungsprogramm und ein Tanztraining an weiterführenden Schulen vorgesehen. Ebenfalls geplant ist ein Nichtraucherwettbewerb für Jugendliche. Auch Eltern sollen verstärkt über gesunde Lebensführung informiert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »