Ärzte Zeitung, 16.11.2011

Weniger Rentenbeitrag - mehr Wachstum

BERLIN (dpa). Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat den niedrigeren Rentenbeitrag im kommenden Jahr als wichtigen Schritt zur Stärkung des Wachstums bewertet.

"Mit der Senkung der Lohnzusatzkosten erhöhen wir die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und sichern Arbeitsplätze in unserem Land", sagte der FDP-Chef am Mittwoch in Berlin.

Der Kabinettsbeschluss reihe sich ein in die jüngsten Vereinbarungen der Koalition für mehr Steuergerechtigkeit, zur Sicherung der Fachkräfte in den Unternehmen und zu mehr Investitionen.

"Zugleich liegen die Lohnzusatzkosten auch künftig stabil unter 40 Prozent", sagte Rösler.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[17.11.2011, 14:04:23]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Si tacuisses ..., Herr Kollege Rösler!
Wer als Arbeitnehmer (AN) heute 2.000 € RV-Brutto verdient, zahlt paritätisch mit dem Arbeitgeber (AG) 19,9 %, also 398 € an die Deutsche Rentenversicherung (DRV); ab 2012 sind es mit 19,6 % noch 392 €. AN und AG "sparen" damit je 3 Euro mtl.! Einkommen von mtl. 4.800 € RV-Brutto in 2011 machen 955,20 € und in 2012 nur noch 940,80 € für die DRV aus. Einsparung 14,40 €, die AN und AG sich teilen dürfen.

Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) von zukünftig 5.600 € (West) und gleichbleibend 4.800 € (Ost) bleibt jeder Euro b e i t r a g s f r e i. Im Bundesdurchschnitt soll die Entlastung deutlich u n t e r vier Euro mtl. pro AN und AG liegen. Das als "wichtigen Schritt zur Stärkung des Wachstums" zu bezeichnen, erinnert an lautes Pfeifen im finsteren Wald.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »