Ärzte Zeitung, 26.04.2012

FDP-Politiker für Lockerung beim Datenschutz

BERLIN (af). Die Ärzte müssten sich vom "Höchstpersönlichkeitsprinzip der Leistungserbringung verabschieden". Das sagte der FDP-Gesundheitsexperte Lars Lindemann bei einer Diskussionsveranstaltung der Hufeland-Gesellschaft am Mittwoch in Berlin.

Die sektorale Abgrenzung, könne sich das Gesundheitswesen künftig nicht mehr leisten. Er wünsche sich stattdessen mehr Flexibilität bei der Bedarfsplanung, bei den Zulassungsrechten und der Krankenhaus-Planung, sagte Lindemann.

Nebenbei schlachtete Lindemann eine heilige Kuh seiner Partei. Um die Zusammenarbeit der Angehörigen von Gesundheitsberufen in der Versorgung zu erleichtern, müsse der Datenschutz zurückstehen.

"Individualität mit hohen datenschutzrechtlichen Anforderungen können wir uns in einem solidarischen Gesundheitssystem nicht leisten."

Zuvor hatte auch der CDU-Politiker Dr. Rolf Koschorrek für einen Zuwachs an Transparenz bei der Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe geworben. Es werde Zeit für die elektronische Fallakte, die "in time" funktioniere.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »