Ärzte Zeitung online, 08.06.2012

Radeln und Beten für Uniklinik Gießen-Marbug

MARBURG (coo). Mit einer ungewöhnlichen Initiative mischt sich die evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck in die Diskussion um das privatisierte mittelhessische Universitätsklinikum ein: Am Samstag, 9. Juni, lädt sie zu einer Radtour auf alten Pilgerpfaden ein.

Dabei wollen die Demonstranten - unterstützt vom Klinik-Betriebsrat - "für ein solidarisches Gesundheitswesen" beten.

Die Tour startet um 9.30 Uhr an der Jakobskirche in Kirchhain-Langenstein und endet mit einer Andacht von Probst Helmut Wöllenstein und Klinikseelsorgerin Marion Kohl-Eckardt in der Elisabethkirche. Die Heilige Elisabeth hatte einst in Marburg ein Hospital errichtet und Kranke gepflegt.

25.000 Unterschriften gegen drohenden Stellenabbau

Unterdessen wurden in Marburg und Gießen mehr als 25 000 Unterschriften gegen den drohenden Stellenabbau im Universitätsklinikum gesammelt. Die Pläne hatten eine Welle der Empörung bei Mitarbeitern, Patienten und Politikern ausgelöst.

Durch das Übernahmeangebot der Fresenius AG ist die Unsicherheit unter den Mitarbeitern noch gestiegen. Vor wenigen Tagen hat der bisherige Krankenhausbetreiber Rhön seinen Aktionären die Annahme des Angebots empfohlen.

Unterdessen setzen sich Kommunalpolitiker, Ärzte, Bürger und Patienten dafür ein, das Klinikum wieder in die Hände des Landes zu geben.

Mehr Informationen zur Radtour vom Personalrat des Uniklinikums

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »