Ärzte Zeitung, 03.07.2012

Zwei Notfallstationen für akut erkrankte Senioren prämiert

MÜNCHEN (sto). Das Hamburger Albertinen-Krankenhaus und die Arbeitsgemeinschaft Kinderpalliativmedizin in Bayern sind mit dem "Deutschen Innovationspreis im Gesundheitswesen" der BayernLB ausgezeichnet worden.

Bei einem Festakt in München wurde der mit insgesamt 25 000 Euro dotierte Preis an das Projekt "INKA" des Albertinen-Krankenhauses und an das Projekt "Frühes Sterben in Würde" der 2006 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Kinderpalliativmedizin in Bayern vergeben.

Die Ausschreibung hatte sich an Kliniken, Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Projekten zu den Schwerpunkten "Herausforderungen des demografischen Wandels - Geriatrische Versorgungsstrukturen für morgen" sowie "Würdevolles Sterben" gerichtet.

Bei dem Projekt INKA handelt es sich um eine allgemeinmedizinisch konzipierten Interdisziplinäre Notfall- und Kurzlieger-Aufnahmestation (INKA) für ältere akut erkrankte Menschen, die ambulant nicht mehr ausreichend behandelt werden können, deren Erkrankung aber nicht so komplex ist, dass sie in einer der hochspezialisierten Fachabteilung richtig aufgehoben wären.

Die "Arbeitsgemeinschaft Kinderpalliativmedizin in Bayern" hat das Ziel, eine flächendeckende Palliativ-Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Kindern in Bayern aufzubauen. Das bisher bundesweit einzigartige Konzept sieht unter anderem fünf bis sechs Kinderpalliativ-Teams zur häuslichen Versorgung vor.

Derzeit werden betroffene Kinder und ihre Familien in Bayern bereits von vier Teams rund um die Uhr betreut.

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