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„ÄrzteTag“-Podcast

Wie ernst ist die Lage bei den Gewinnen aus vertragsärztlicher Tätigkeit, Dr. Afzali?

Aus Protest gegen die Sparpläne der Bundesregierung denken Berufsverbände an Praxisschließungstage. Doch wie ernst ist die Lage tatsächlich. Hausarzt und MVZ-Betreiber Dr. Bahman Afzali hat genau nachgerechnet – und gibt im „ÄrzteTag“-Podcast Auskunft, wie Praxisinhaberinnen und -inhaber bei den betriebswirtschaftlichen Zahlen stets auf aktuellem Stand bleiben.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

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Meldungen über schrumpfende Gewinne in Vertragsarztpaxen in den vergangenen Monaten haben Praxisinhaberinnen und -inhaber ebenso aufgeschreckt wie die Kürzungspläne über das Beitragssatzstabilisierungsgesetz der Bundesregierung, die viele Fachgruppen empfindlich treffen könnten.

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Hausarzt Dr. Bahman Afzali, der in Bedburg bei Köln seit 2022 ein Medizinisches Versorgungszentrum betreibt, hat sich nach „sehr holprigem Start“ ganz genau mit den Themen wirtschaftliche Praxisführung und betriebswirtschaftliche Kennzahlen beschäftigt.

Ein Selbstläufer sei die Niederlassung mittlerweile nicht mehr, nachdem vor allem die Personalkosten in den vergangenen Jahren so stark gestiegen seien, stellt Afzali fest. Die Alternative, als Oberarzt in der Praxis tätig zu sein, ohne das Risiko eines Kredites, der über Jahre zurückgezahlt werden müsse, sei zunehmend verlockend. Übliche Landarztpraxen hätten es mittlerweile schwer – trotz vieler Patienten.

40 Euro Pauschale bei zehn Arztkontakten im Quartal?

Afzali macht eine „implizite Ambulantisierung“ als eine Ursache der Probleme aus: Immer mehr Patienten kämen sechs, zehn oder gar zwölfmal im Quartal in die Praxis, weil die Versorgung so komplex sei. Da komme man mit einer Pauschale von 40 Euro halt nicht mit hin.

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Im Gespräch erläutert er, warum es so wichtig ist, die betriebswirtschaftliche Analyse (BWA) nicht erst nach Quartalsschluss oder noch später vorliegen zu haben – und wie man es erreichen kann, mit aktuellen Zahlen zu arbeiten.

Afzali arbeitet mittlerweile mit einem digitalen Tool, das automatisiert alle Umsätze des Bankkontos der Praxis herunterlädt und ihm dadurch sehr schnell den Überblick über Einnahmen und Ausgaben vermittelt – und auch darüber, wie er im Vergleich mit anderen Praxen abschneidet.

Lücken bei Einnahmen und Ausgaben

Auf diese Weise seien ihm Lücken bei Einnahmen wie auch bei den Ausgaben aufgefallen. Er habe beispielsweise festgestellt, dass er in den ersten zwei Jahren „absurd hohe Kosten für Praxisbedarf“ gehabt habe. Das habe die Praxis dann abstellen können.

Thema im Podcast sind die wichtigsten Kennzahlen, mit denen der Hausarzt jetzt arbeitet, um die Praxis besser steuern zu können.

Es geht aber auch um Fragen wie, inwieweit angestammte Praxisverwaltungssysteme helfen können, diese Anforderungen zu erfüllen, und welcher Aufwand für Praxisinhaberinnen und -inhaber entsteht. Aber auch darum, welche Kosten entstehen, wenn zusätzliche digitale Tools genutzt werden, und über welche Schnittstellen diese an die PVS angebunden werden können.

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