Ärzte Zeitung, 03.10.2012

Zuwanderer

Keine Sehnsucht nach dem Landleben

GÜTERSLOH (dpa). Zuwanderung kann den demografischen Wandel auf dem Land einer Studie zufolge nicht abmildern.

Denn Zuwanderer ziehe es vor allem in ohnehin wachsende deutsche Großstädte und deren Umfeld, erläuterte Migrationsexperte Ulrich Kober am Dienstag eine Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh.

So würden die Städte mit vielen jüngeren Einwohnern durch einen hohen Ausländeranteil - etwa von 16,2 Prozent in Köln oder knapp 21 Prozent in Frankfurt am Main - demografisch noch einmal begünstigt.

In ländlichen Regionen hingegen, die durch den Wegzug junger Leute und einen rasch wachsenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung gekennzeichnet sind, lebten im Durchschnitt weniger als drei Prozent Ausländer.

Dabei würden sie dort besonders gebraucht. So fehle es schon heute häufig an Fachkräften, etwa in der Pflege, erklärte Kober weiter. Die regionalen Unterschiede würden sich in Zukunft noch verstärken, sagte er voraus.

Für die Studie "Migration und demografischer Wandel" hat das sozialwissenschaftliche Institut GEBIT in Münster den Ausländeranteil in allen Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern analysiert.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (81442)
Organisationen
Bertelsmann (265)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So hoch ist die Lebenserwartung in der Welt

Wer als Junge in Deutschland geboren wird, darf sich im Schnitt auf 78 Jahre freuen. Wie hoch ist die Lebenserwartung in anderen Ländern der Welt? Wir geben die Antwort. mehr »

Pflege-Eigenanteil deckeln!

16:41Viele Bürger beklagen, dass Pflegeheime teuer sind, berichtet die DAK in ihrem Pflegereport. Kassenchef Storm schlägt nun vor, den Eigenanteil zu beschränken. Das entflammt eine neue Debatte über die Pflege-Finanzierung. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »