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Neuer Beruf

Notfallsanitäter im Kabinett

Alles neu macht Schwarz-Gelb: Im deutschen Rettungswesen soll ein neuer Beruf entstehen - mit mehr Kompetenzen. Heute will das Kabinett den Gesetzentwurf beschließen.

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BERLIN (nös). Im Rettungsdienst soll ein neuer Beruf entstehen: der Notfallsanitäter. Einen entsprechenden Gesetzentwurf will an diesem Mittwoch (10. Oktober) das Bundeskabinett verabschieden. Kritik daran kommt von Ärzteverbänden.

Der neue Beruf soll die 23 Jahre alte Ausbildung zum Rettungsassistenten ersetzen. Statt wie bisher zwei sollen die Notfallsanitäter drei Jahre lang ausgebildet werden und auch "invasive Maßnahmen" erlernen, also Medikamentengabe und Intubation.

Kritik daran kommt von Ärzteverbänden. Der Bundesärztekammer sind die geplanten Kompetenzen "deutlich zu umfassend", da sie einer "regelhaften" Delegation ärztlicher Leistungen gleichkomme.

Auch Medizinrechtler warnen vor einer pauschalen Delegation, da sie gegen das Grundgesetz verstoßen könnte. In der Politik werden die Stellungnahmen vor allem als "Standespolitik" begriffen.

"Ich hoffe, dass ein anständiger Beruf entsteht, als gleichberechtigter Partner in der Notfallmedizin", sagte der FDP-Gesundheitspolitiker Jens Ackermann.

Beschlossen werden soll das Gesetz im Frühjahr, in Kraft treten erst 2014. Bis dahin soll die Ausbildung- und Prüfungsverordnung erarbeitet werden.

Lesen Sie dazu auch: Notfallsanitäter: Rettung für den Rettungsdienst Telenotärzte: Leuchtturm trotz rechtlicher Hürden

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