Ärzte Zeitung, 07.11.2012

NRW unterstützt junge Griechen bei Facharztausbildung

Über 400 Interessenten kommen in Nordgriechenland zu einer Jobbörse von NRW-Kliniken.

KÖLN (iss). Nordrhein-Westfalen und die Region Nordgriechenland wollen im Gesundheitswesen enger zusammenarbeiten. In einem ersten Schritt wird das Land junge Ärztinnen und Ärzte aus Griechenland dabei unterstützen, ihre Facharztausbildung in Nordrhein-Westfalen zu absolvieren. Das ist das Ergebnis einer Delegationsreise von Vertretern des Gesundheitswesens nach Thessaloniki, die auf Einladung der dortigen Ärztekammer erfolgte.

"Ich freue mich, dass wir mit diesem Pilotprojekt den Wunsch der Ärztekammer von Thessaloniki erfüllen können, griechischen Ärztinnen und Ärzten eine Brücke zur Facharztausbildung nach Nordrhein-Westfalen zu bauen", sagte Marlis Bredehorst, Staatssekretärin im Landesgesundheitsministerium, die die Delegation geleitet hat.

Bei einer Job- und Informationsbörse der Bundesagentur für Arbeit und der Ärztekammer Thessaloniki haben sich rund 400 griechische Interessenten bei Krankenhäusern aus Nordrhein-Westfalen über die dortigen Weiterbildungsangebote informiert.

Wenn griechische Mediziner einen Vertrag mit einem NRW-Krankenhaus haben, erhalten sie einen berufsbezogenen Sprachkurs - zunächst vier Monate in Griechenland und dann während der Hospitation an der deutschen Klinik. Die Finanzierung der Sprachkurse soll über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erfolgen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »