Ärzte Zeitung, 15.09.2015

Demenzpatienten

Auch Anrecht auf Schwerbehindertenausweis

KÖLN. Auch Demenzkranke mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent haben das Anrecht auf einen Schwerbehindertenausweis - unabhängig von der Frage, ob sie körperliche Einschränkungen haben oder nicht.

Darauf macht die "Rudi Assauer Initiative Demenz und Gesellschaft" aufmerksam. Dieser Anspruch sei aber relativ unbekannt.

"Braucht ein Demenz-Patient ständig eine Begleitperson, weil er sich nicht mehr allein zurechtfindet oder am öffentlichen Leben nicht mehr vollständig teilhaben kann, fällt dies bei der Beurteilung, ob der Kranke als schwerbehindert gilt oder nicht, ins Gewicht", sagt Wilfried Jacobs.

Der ehemalige Chef der AOK Rheinland/Hamburg ist stellvertretender Beirats-Vorsitzender der Initiative. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »