Ärzte Zeitung online, 08.03.2016

Statistisches Bundesamt

Gesundheitskosten steigen mehr

Die Ausgaben für die Gesundheit steigen in Deutschland immer stärker. Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen für 2014 vorgelegt.

WIESBADEN. Im Jahr 2014 flossen insgesamt 328 Milliarden Euro in den Gesundheitssektor. Das waren 4,2 Prozent (13,3 Milliarden) mehr als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

2013 hatte die Steigerungsrate im Gesundheitssektor ebenfalls vier Prozent betragen.

Pro Einwohner 4050 Euro Kosten

Auf jeden Einwohner entfielen damit statistisch gesehen 4050 Euro (2013: 3902 Euro). Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt veränderte sich 2014 jedoch nicht. Mit 11,2 Prozent blieb er konstant.

Fast 60 Prozent der Ausgaben (191,8 Milliarden Euro) zahlte die gesetzliche Krankenversicherung. Das waren 5,6 Prozent mehr als 2013.

Der Anteil der Privatpersonen ging leicht auf 13,2 Prozent (2013: 13,5 Prozent) zurück. Auch der Anteil der privaten Krankenkassen war mit 8,9 Prozent (2013: 9,2 Prozent) leicht rückläufig.

Fast die Hälfte der Ausgaben (163,5 Milliarden Euro) entfiel auf Güter und Dienstleistungen im ambulanten Bereich.

Das waren 5,2 Prozent mehr als 2013. Den stärksten Anstieg in dem Sektor gab es in den ambulanten Pflegeeinrichtungen (7,8 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro) sowie bei den Apotheken (sieben Prozent mehr auf 44,7 Milliarden Euro). (dpa/sts)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[09.03.2016, 11:32:35]
Cordula Molz 
Falsche Überschrift
Ist es nicht so, dass die Kosten für Krankheits"bekämpfung" ansteigen - die Aufwendungen zur Erhaltung und Förderung von Gesundheit (Prävention) gestalten sich ja sehr übersichtlich. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »

Urologen befeuern Diskussion um Herztoddiagnostik

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie fordert große Reformen bei der Organspende. DGU-Präsident Professor Paolo Fornara erläutert im Interview, welche Neuregelungen seiner Meinung nach dringend nötig sind. mehr »