Plus von über fünf Prozent im zweiten Quartal
KBV-Honorarbericht: Vertragsärzte und Psychotherapeuten steigern Umsatz im ersten Halbjahr 2024 teils deutlich
Ein Umsatzplus vermeldet die KBV für das erste Halbjahr 2024. Im Schnitt stieg das Honorar aus vertragsärztlicher Tätigkeit im ersten Quartal und zweiten Quartal um 2,9 und 5,5 Prozent.
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Den Umsatz aus vertragsärztlicher Tätigkeit konnten die Praxen im ersten Halbjahr 2024 im Schnitt steigern.
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Berlin. Die Umsätze der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten aus vertragsärztlicher Tätigkeit sind in den ersten beiden Quartalen 2024 leicht gestiegen. Das zeigt der KBV-Honorarbericht.
Danach erzielten Psychotherapeuten und Ärzte aller Fachrichtungen im ersten Quartal 2024 einen durchschnittlichen Honorarumsatz von 65.720 Euro (vor Abzug von Praxiskosten, Steuern oder Altersversorgung). Gegenüber dem Vorjahresquartal sei dies ein Plus von 2,9 Prozent. Im zweiten Quartal betrug der Umsatz im Schnitt 64.269 Euro (plus 5,5 Prozent).
Plus bei Hausärzten von 4 und 5,3 Prozent
Für den hausärztlichen Bereich zeigen die Zahlen der KBV, dass der Umsatz im ersten Quartal bei rund 66.500 Euro lag, ein Anstieg um vier Prozent. Aufgrund einer leicht rückläufigen Behandlungsfallzahl je Ärztin und Arzt (minus 0,4 Prozent) stieg der Honorarumsatz je Behandlungsfall auf 74,78 Euro – ein Plus von 4,4 Prozent.
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Im zweiten Quartal betrug der Honorarumsatz den Angaben zufolge durchschnittlich knapp 64.900 Euro (plus 5,3 Prozent). Die Behandlungsfallzahl nahm um 1,7 Prozent zu, der Honorarumsatz stieg je Behandlungsfall auf 75,78 Euro (plus 3,5 Prozent).
Plus bei Fachärzten von 2,3 und 5,7 Prozent
Im fachärztlichen Bereich zeigt der Honorarbericht, dass der durchschnittliche Umsatz je Psychotherapeut und Arzt im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,3 Prozent auf rund 65.400 Euro stieg. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall lag bei 83,97 Euro (plus 4,9 Prozent). Die durchschnittliche Anzahl der Behandlungsfälle je Psychotherapeut und Arzt sank um 2,5 Prozent.
Auch im zweiten Quartal kletterte der durchschnittliche Honorarumsatz um 5,7 Prozent auf rund 64.000 Euro nach oben. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall lag bei 84,42 Euro (plus 4 Prozent). Die durchschnittliche Anzahl der Behandlungsfälle je Psychotherapeut und Arzt stieg um 1,6 Prozent.
Auch Gesamtvergütung wuchs
Auch bei der Gesamtvergütung verzeichnet der KBV-Bericht für das erste Halbjahr 2024 ein Plus. Sie erhöhte sich im ersten Quartal 2024 um 4,8 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro. Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) wuchs um 4,5 Prozent, die extrabudgetäre Vergütung (EGV) um 5,5 Prozent.
Im zweiten Quartal 2024 erhöhte sich die Gesamtvergütung sogar um 5,8 Prozent auf 12 Milliarden Euro. Die MGV stieg dabei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,1 Prozent, die EGV immerhin um 8,6 Prozent. (eb)







